Quartalszahlen Smartphones

Die Quartalszahlen Q1/2015 bei den Smartphone Herstellern

Die großen Hersteller der Branche wie Samsung, Apple aber mittlerweile auch Microsoft haben Ende April ihre Zahlen für das erste Quartal 2015 veröffentlicht und sowohl beim Absatz der Modelle als auch gibt es zwischen den einzelnen Unternehmen sehr große Unterschiede.

Quartalszahlen Smartphones

Apple: Starke Zahlen dank iPhone 6

Apple konnte das erste Quartal 2015 (zweites Geschäftsquartal) sowohl bei Umsatz als auch Gewinn mit deutlichen Zuwächsen abschließen. Der Gewinn den ersten drei Monat steigt auf 13,5 Milliarden Dollar und stieg damit um rund ein Drittel an. Auch beim Umsatz gab es ein vergleichbares Ergebnis, Apple konnte in diesem Zeitraum etwa 58 Milliarden Dollar umsetzen (+27 Prozent). Der Grund für diese Steigerung ist vor allem im Erfolg das iPhone 6 und 6 plus zu suchen. Apple konnte mehr als 61 Millionen Geräte in nur drei Monaten verkaufen und damit 40 Milliarden Dollar umsetzen.

 

Samsung: Viele Smartphones aber wenig Gewinn

Die Quartalszahlen im mobilen Bereich sehen eigentlich gar nicht so schlecht aus. Samsung konnte 8 Millionen Geräte verkaufen und damit mehr als Konkurrent Apple. Allerdings verteilen sich die Samsung Geräte auf viele Modelle und darunter auch vergleichsweise günstiger Geräte mit geringeren Margen. Der Gewinn des Unternehmens sank im ersten Quartal trotz dieser guten Zahlen um etwa 40 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Allerdings kamen die neuen Modelle Samsung Galaxy S6 und S6 edge erst zu Ende des Quartals. Die neue Modelle dürften daher erst das nächste Quartal beeinflusst und Samsung setzte große Hoffnung in diese Reihe.

Die ersten Zahlen aus Südkorea zum Verkauf des S6 sehen allerdings eher solide und wenig euphorisch aus. Die Geräte werden zwar gut verkauft, ein absoluter Run auf die neuen Smartphones ist aber nicht zu verzeichnen. Samsung sieht hier die Telefonanbieter in der Pflicht, die derzeit wohl noch vergleichsweise geringe Rabatte auf die Geräte geben würden. In Deutschland sind die ersten S6 aber bereits ab 1 Euro mit Vertrag zu bekommen. Wie sich das auf den Verkauf auswirkt lässt sich aber noch nicht sagen.

 

Microsoft: Verluste mit der Nokia Handysparte

Microsoft hatte 2014 die komplette Handysparte von Nokia für 7.9 Milliarden US-Dollar übernommen um damit das eigene mobile Betriebssystem Windows Phone zu pushen. Die Geräte laufen mittlerweile unter der Marke Lumia und bieten eine breite Palette von Einsteigergeräten bis hin zu High-End Handys. Bei den Zahlen konnte Microsoft aber die selbst gesteckten Ziele im Smartphone Bereich nicht erreichen. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal 2015 lediglich 8,6 Millionen Lumia Phones. Darunter auch viele preisgünstige Geräte im Bereich von 100 Euro oder darunter. Die Gewinnspannen sind hier im Vergleich zum iPhone deutlich niedriger. Der Umsatz im Handybereich lag daher auch nur bei etwa 1,4 Milliarden US-Dollar während die Kosten in diesem Bereich ebenfalls bei 1,4 Milliarden Dollar lagen. Unter dem Strich verzeichnete Microsoft im Handy-Bereich sogar ein Minus von etwa 4 Millionen Dollar. Das dürfte für das Unternehmen zu verschmerzen sein, zeigt aber trotzdem, dass es in diesem Bereich für Microsoft nicht rund läuft. Die aktuellen Zahlen enthalten sogar noch eine Warnhinweis. Sollte sich die Ertragslage nicht verbessern, müsste wohl eine Neubewertung des Wertes des Smartphone-Sektors vorgenommen werden. Das hieße dann wohl eine Wertberichtigung nach unten mit entsprechenden Abschreibungen.

 

Im Vergleich mit den anderen Anbietern im Smartphone Bereich steht Apple eindeutig als Branchenprimus da. Sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz setzt das Unternehmen den Maßstab. Samsung wird sich im 2.Quartal 2015 durch die neuen Modelle und insbesondere das Galaxy S6 und S6 edge wieder steigern, ob man aber mit den iPhone Zahlen konkurrieren kann, ist noch offen. Düster sieht es dagegen für Microsoft aus. Der Kauf der Mobilfunk-Sparte von Nokia hat sich bisher noch nicht ausgezahlt und belastet stattdessen das Geschäft des Unternehmens. Auch die Verkaufszahlen sind noch weit von dem entfernt, was Microsoft sich erhofft hatte. Das Unternehmen zahlt daher eine hohen Preis für den Versucht, das eigene Betriebssystem weiter zu pushen.

 

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